Billy Cobham
      

 Discographie

 

 

 
     



Seit seinem Durchbruch in den frühen 70ern als Gründungsmitglied des Mahavishnu Orchestras hat sich Billy Cobham als ein unermüdlicher musikalischer Forscher gezeigt.  Als Schlagzeuger und Band­leader trug er z.B. mit Aufnahmen wie seinem legendären Album  „Spectrum“ maßgeblich auf die Entwicklung des Jazz und Fusion bei.
Geboren in Panama, aufgewachsen in New York, lebt Cobham nun seit mehr als 25 Jahren in der Schweiz. Er hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, nicht nur als ein Meister-Schlagzeuger und Percussionist, sondern auch als Komponist, Produzent und Pädagoge der seine Musik mit seinem persönlichen und kreativen Ausdruck ständig erweitert.
Cobham spielte seinen ersten bezahlten Gig im Alter von acht Jahren, als Begleiter seines Vaters, einem Pianisten und Mitglied der Catherine's Queensmen. Später ging er an New Yorks berühmte High School of Music and Art, wo er Musiktheorie und Schlagzeugtechnik an der Seite so mancher heutiger Musiker-Legende, wie zum Beispiel dem Trompeter Jimmy Owens, dem Bassisten Eddie Gomez oder dem Pianisten Larry Willis, studierte. Zu dieser Zeit war Jazz der konkurrenzlose Stil, den die Studenten liebten, während die Schulleitung die klassische Musik bevorzugte. So war es nur natürlich, dass die Studenten jede Möglichkeit mit Jazz-Künstlern zusammen zu kommen nutzten, sei es bei Konzerten oder durch das Studieren und Nachspielen von LP-Aufnahmen.

Nach dem Wehrdienst, in dem er in der US-Army-Band als Schlagzeuger spielte (1965/68), begann Cobham  in Horace Silvers Band zu spielen. (Während einer Europa-Tour mit Silver 1968 war er einer der ersten Drummer, neben Max Roach und Tony Williams, die den Electronic Drum Controller von der Meazzi Drum Company in Milano nutzten.) In dieser Zeit arbeitete er auch mit Stanley Turrentine, Shirley Scott und George Benson.
1969 war Cobham einer der Mitbegründer der Fusion-Band Dreams, wo auch Randy und Michael Brecker, John Abercrombie, Don Grolnick, Barry Rodgers und Will Lee spielten. Im darauf folgenden Jahr wurde er eingeladen bei der Miles Davis Group zu spielen. Er war an vier wichtigen Alben des Trompeters beteiligt, inklusive Bitches Brew (wo er mit Gitarrist John McLaughlin kooperierte). Die wegweisende Band Mahavishnu Orchestra wurde von McLaughlin 1971 gegründet, zusammen mit  Cobham, Jan Hammer, Jerry Goodman und Rick Laird. Sie veröffentlichten drei gefeierte Alben (begonnen mit Inner Mounting Flame) bevor die Gruppe sich auflöste und Cobham beschloss seine Solo-Karriere zu starten und das mit dem Album “Spectrum“, einem DER Alben der Jazz-Rock-Ära.
Während der 1970er und 80er nahm er regelmäßig als Bandleader für die Labels Atlantic, CBS, Elektra, und GRP auf und arbeitete mit Künstlern von Rang, wie George Duke, John Scofield, Tony Williams, Jack Bruce und the Grateful Dead, sowohl auf der Bühne als auch im Studio zusammen.

Cobham wurde 1992 von der UNICEF engagiert um mit Autisten und Straßenkindern in Santos (nahe São Paulo), Brasilien in einem musikalischem Projekt über viele Jahre zu arbeiten. "Das Projekt hatte ich nicht geplant, es hat sich ergeben“ so Cobham, " während der Arbeit mit den so genannten, Straßenkindern’, diesen vielen kleinen Persönlichkeiten, entdeckte ich große Herzen und helle Köpfe, rohe und ungeschliffene Talente. Die Schande war, dass viele ihr Talent nicht verwenden konnten.“
1993 produzierte Cobham das WOMAD Festival (World of Music, Arts and Dance), zusammen mit Peter Gabriel, Nigeria's Okuta Percussion, und Farafina aus Burkina Faso. (Seine Verbindung zu WOMAD hält bis heute: über die letzten Jahre leitete er Sessions in Tanztechniken an der University of Bath Spa in England, und ist heute der offizielle Patron von WOMAD in Bath.) Andere Highlights der 90er wahren Tourneen und Aufnahmesessions mit  Jazz Is Dead, Paradox, Nordic, und dem London Jazz Orchestra; und die Veröffentlichung der Conundrum-Buchreihe sein.
Zum Start des neuen Jahrtausends stellte Cobham die "The Art of Jazz" Reihe vor,  tourte und war im Studio, zuerst mit The Art of 3 (Kenny Barron, Ron Carter), dann mit The Art of 4 (Carter, Donald Harrison, James Williams), dann mit The Art of 5 (Harrison, Guy Barker, Eric Reed oder Julian Joseph, Orlando Le Fleming). Außerdem arbeitete er mit  Culture Mix (featuring steel pan player Junior Gill) und nahm mit ihm zwei CDs für CMMC auf. 2003 reaktivierte er Spectrum.
"Deine Musik erzählt der Welt wer du bist, basierend auf dem was du repräsentierst und wie Du es präsentierst. Du kannst mit diesem Medium nicht lügen. Deshalb hab ich versucht die verschiedenen Punkte meines Lebens zu verbinden, zu lernen. Die Verbindung zur Band Asere und die Musik, die wir zusammen machen, hilft mir die einzelnen Punkte meines Lebens zu verknüpfen. Ich bin wieder näher an meinen Wurzeln in Panama und mein Blick auf die Zukunft wird klarer durch den Blick auf meine Vergangenheit.“ so Cobham.
Und wie bei jedem künstlerischen Schaffens wird das persönliche zum Universellen und Billy Cobhams musikalische Zeitreise zu seinen Anfängen wird geteilt werden von all seinen Hörern, überall auf dieser Welt.


"Diese Aufnahme ist repräsentativ für die Erlebnisse in meinem Leben, auf und hinter der Bühne. Manchmal fühle ich mich, als ob ich im ‚Palindrom Zyklus’ bin, wie die Musik, die ich hier spiele. Vor 20 oder 30 Jahren hat sie ein ganz anderes Gefühl erzeugt, als jetzt. Aber, meine Lebensansicht ist heute ja auch eine andere als früher. " Bill C.

 

          

     
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