Randy Brecker
      

 

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DER KÜNSTLER Der mit allen Wassern gewaschene Jazz-Veteran, Trompetenvirtuose und unermüdliche Kom¬po¬nist Randy Brecker hat schon so manche Bühne, Band und Aufnahmesession geziert: er spielte mit Horace Silver, Art Blakeys Jazz Messengers, Charles Mingus, Clark Terry, Joe Henderson, Duke Pearson, Frank Foster und mit dem Thad Jones/Mel Lewis Orchestra. Als be¬liebter und gefragter Studiomusiker hat Breckers Trompete Schwung in unzählige Auf¬nahme¬sessions gebracht und so unterschiedliche Künstler wie James Taylor, Bruce Spring¬steen, Parliament Funkadelic, David Sanborn, Jaco Pastorius und Frank Zappa mit seinem Spiel un¬ter¬stützt. Auf dem Gebiet des cutting edge Jazzrock Anfang der Siebziger war Brecker ma߬geb¬lich an den Entwicklungen von Blood, Sweat & Tears, Larry Coryells Eleventh House Band und natürlich bei Dreams beteiligt, letztere eine Formation, die er gemeinsam mit seinem Bru¬der Michael und dem Drummer Billy Cobham ins Leben rief. Zusammen mit seinem Bruder feierte er danach Erfolge als The Brecker Brothers Band. Die Band löste sich 1982 auf, kam aber 1992 wieder zusammen und gewann prompt einen Grammy für ihr Out of the Loop. 1998 gewann Randy erneut den Grammy für seine stark auf brasilianische Einflüsse zurückgehende Scheibe Into the Sun (Concord Records). Brecker wurde am 29. November 1945 in Philadelphia geboren. Sein Vater war Pianist und schon früh verbrachte Randy seine Sommerferien in diversen Big Bands, die während des Som¬m¬ers durch die Lande zogen. So sammelte er die ersten Erfahrungen in größeren Ensem¬bles. Während seiner Teenager-Zeit tingelte er mit R&B-Stücken und Funknummern durch die Bars und Clubs der näheren Umgebung. Doch schon zu dieser Zeit prägte er gleichzeitig eine große Vorliebe für Hard Bop aus. "Am liebsten hörte ich Sonny Rollins, Lee Morgan, die Quintett-Formationen von Miles, Art Blakey und die Clifford Brown/Max Roach Group", erzählt er. Nach der Highschool studierte Randy an der Indiana University. 1966 zog er nach New York und wurde sofort von Clark Terrys BigBand angeheuert. Zur selben Zeit wagte er seine ersten Schritte im Jazzrock als Gründungsmitglied von Blood, Sweat & Tears (BS&T), mit denen er über ein Jahr zusammenarbeitete und das als höchst innovativ gepriesene Debut¬album von 1968 Father to the Man einspielte. Danach verließ Brecker BS&T, um bei Horace Silvers Quintet zu spielen. "Bei BS&T war alles sehr durchstrukturiert und geplant. Ich brauchte mehr Freiheit und wollte Jazz spielen." Eben¬falls 1968 nahm Brecker auch seine erste Platte als Bandleader auf, das Album hieß Score und darauf ist auch sein damals 19-jähriger Bruder Michael am Tenorsaxophon zu bewundern (es wurde 1993 neu aufgelegt von Blue Note). Nach Horace Silver schloß sich Randy eine Zeit¬lang den Jazz Messengers von Art Blakey an, bevor er schließlich gemein¬sam mit seinem Bruder die für den Fusion Jazz bahnbrechende Band Dreams gründete, an der auch Barry Rogers, Billy Cobham und John Abercrombie beteiligt waren. Dreams nahmen zwei hoch¬gepriesene Alben auf (Columbia Records), lösten sich aber bereits 1972 wieder auf. 1973 stand Randy erneut bei Horace Silvers Quintet in der ersten Reihe, diesmal gemeinsam mit seinem Bruder. Schon damals gehörten die beiden Bläser zu den gefragt¬esten Studio¬mu¬sikern. 1974 schlossen sie sich Billy Cobhams Band an und 1975 waren sie so weit, ihre eigene Jazzband zu gründen. Als Brecker Brothers Band feierten sie einen Erfolg nach dem anderen und übten großen Einfluß auf die damaligen Richt¬ungen und Entwick¬lungen im Jazz aus. Von Pop- und Jazz-Kritikern zugleich bejubelt, wurde ihr erstes, von Randy produziertes Album gleich für vier Grammies nominiert. Insgesamt lieferten sie sechs großartige Alben ab und sahnten damit zwischen 1975 und 1981 sieben Grammy-Nomi¬nier¬ungen ab. Ende der Siebziger war Randy bei den Aufnahmen zu Charles Mingus' letztem Album Me Myself and Eye dabei. Auch später blieb er Mingus ein treuer Gefährte und spielte in all seinen Inkarnationen von Mingus Dynasty bis zur Mingus Big Band immer wieder mit. Nachdem sich die Brecker Brothers 1982 auflösten, wurde Randy eine Weile zu einer der Schlüss¬el¬figuren der Jaco Pastorius Word of Mouth Big Band, mit denen er ausgedehnte Tour¬neen unternahm und an zahlreichen Auf¬nahme¬sessions beteiligt war. Kurz danach lern¬te er die Jazzpianistin Eliane Elias kennen, die er später heiratete. Eliane und er grün¬deten ihre eigene Band, machten Tourneen rund um die Welt und spielten ein gemeinsames Album, Amanda (Passport Records), ein. 1986 nahm Randy sein erstes akustisches Album mit dem Titel In the Idiom (Denon Records) auf, für das er auch als Produzent und Arrangeur zeichnet, unterstützt von den Musikern Al Foster, Ron Carter, Dave Kikoski und Joe Henderson. Auf Sonet Records brachte Randy 1988 das Live-Album Live at Sweet Basil (dem legen¬dären New Yorker Jazzclub) heraus, auf dem u.a. auch Bob Berg, Joey Baron und Dieter Ilg zu hören sind. Ende der achtziger Jahre tourte Brecker mit seiner eigenen Formation, aber auch als Musiker in der Jazz Explosion von Stanley Clarke wiederholt durch die Staaten und Europa. 1989 spielte er zusammen mit Eric Clapton eine Woche lang vor ausverkauftem Haus in der Lon¬doner Royal Albert Hall. 1990 ging Randy mit Mingus Dynasty auf Tournee und brachte auf MCA/Impulse sein drittes Album als Leader, Toe to Toe, heraus, das er auch mitproduzierte. 1992, genau zehn Jahre nach der Auflösung der Brecker Brothers Band, tat er sich erneut mit seinem Bruder Michael zusammen, um während einer Welttournee Triumphe zu feiern und für ihr neu eingespieltes Album The Return of the Brecker Brothers (auf GRP) gleich mal wieder drei Grammy-Nominierungen zu erreichen. Im Herbst 1994 brachten die Brecker Brothers das mit zwei Grammys ausgezeichnete Album Out of the Loop heraus, gefolgt von einer großen Tournee durch die Staaten und Eu¬ro¬pa. Das 1996-er Solo-Album von Randy ist von den Musiken Brasiliens inspiriert, die Randy seit seines ersten Besuchs in diesem Land 1979 fasziniert haben, und die nun auf Into the Sun mit einer Prise Latin, Weltmusik Einflüssen, Funk und Jazz ihre Breckersche Inter¬pretation finden. Es erschien zunächst in Japan auf Pony Canyon, wurde jedoch später von Concord Records in Lizenz genommen. Randy gewann damit 1998 seinen ersten Solo-Grammy als "bester zeitgenössischer Jazz-Performer". Ein Livekonzert dieses Al¬bums wurde 1997 von der japanischen Fernsehanstalt NHK aufgezeichnet und ausgestrahlt. Randy beschloß das Jahr '97 mit einer Amerika-Tournee mit der Mingus Big Band sowie einer Europa-Tour mit der Carnegie Hall Big Band. Gleich danach spielte er als Special Guest zusammen mit Billy Cobham 1998 in Großbritannien, und während der letzten beiden Jahre hielt er sich mit Vorliebe in der Nähe des Trumpet Summit (feat. Jon Faddis, Lou Soloff, Terrell Stafford), der Jazz Times Superband (feat. Keyboarder Joey DeFrancesco, Drummer Dennis Chambers und Tenorsaxophonist Bob Berg) auf, mit denen er Studio¬auf¬nahmen und Konzerte spielte. Auch The Vanguard Orchestra und eine ganz besondere Variante der wiedervereinigten Larry Coryell and the 11th House stehen auf seinen regel¬mäßigen Programmpunkten. Im Sommer 2001 haben sich Randy und sein Bruder Michael wieder einmal gemeinsam auf Europa-Tournee begeben, um als akustische Version der Brecker Brothers ihr Können zum Besten zu geben. Mit dabei waren der Bassist Peter Washington und der Schlag¬zeuger Idris Muhammad. Während dieser Tournee wurden die Songs von „Hangin`In The City“ besonders von den Medien mit begeisterten Kritiken bedacht.. Im Herbst 2001 hat Randy Brecker mit seiner eigenen Band seine Produk¬tion live vorgestellt. 2003 erscheint das Album „34 n’Lex“ welches mit dem Grammy ausgezeichnet wird. Im gleichen Jahr spielt Randy Brecker mit seinem Bruder Michael Brecker und der WDR Big Band vor einem begeistertem Publikum auf den Leverkusener Jazztagen. Diese Aufnahme wird im ersten Halbjahr 2005 bei BHM Productions unter dem Namen °Some Skunk Funk“ erscheinen.
     
03.April.2009
Randy Brecker
Randy in Brasil
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