TOK TOK TOK
      

 

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Seit Jahren schon reift die Idee ein Album mit Beatles-Songs aufzunehmen in unseren Köpfen und Herzen heran. Nicht zuletzt, weil wir vor mehr als 10 Jahren mit "50 Ways To Leave Your Lover"(1999) und "Love Again"(2000) einmal mit eigenen kammermusikalischen Versionen von Pop- und Rock-Klassikern begannen, war es immer nur eine Frage der Zeit, wann wir den Kreis vorübergehend schliessen würden, um erneut aber mit Abstand eine Verbindung mit den großen Pop- und Rock-Komponisten unserer Zeit einzugehen.
Und jetzt endlich ergab sich, 50 Jahre nach Gründung der Beatles, eine sinnvolle Möglichkeit.
TOK TOK TOK wurden dafür "reakustisiert" mit Kontrabass und Fender Rhodes, und wir sind sehr froh, dass wir Ritchie Staringer, unseren Rhodesspieler der ersten Jahre, für dieses Projekt gewinnen konnten. Auf ausladende Solopassagen, die aus unserer Sicht die straffen und klaren Beatles-Songs nur zerreissen und ihnen ihre Kraft nehmen würden, haben wir bei den Aufnahmen bewusst verzichtet.
Wir haben auf "Revolution69" Stücke aus allen Schaffensperioden der Beatles aufgenommen, denn anders ist ihrem unerschöpflich großen und vielseitigen Werk nicht gerecht zu werden. Und genau hier liegt eine der ersten Schwierigkeiten, auf die wir stiessen:

Welche Stücke wählen wir aus ?

Als wir ihr Repertoire genauer unter die Lupe nahmen, stellten sich unterschiedlichste Möglichkeiten für die Auswahl heraus. So schrieben sie bereits in ihren frühen Beat-Jahren viele ihrer größten Hits.
Im Laufe der Zeit begannen sie zu experimentieren. Sie integrierten Countrymusik, Sitarmusik aus Indien, Kinderlieder...etc, machten aber auch Anleihen in alten Stilen wie Charlston bei "When I'm 64", oder Filmmusik bei "Good Night". Sie experimentierten mit Hilfe ihres genialen Produzenten George Martin mit Sounds, und liessen ihre Drogenerfahrungen in ihre Musik einfliessen.
Diese Zeit des Aufbruchs traf auf eine Band, deren Mitglieder auch inhaltlich etwas zu sagen hatten, die politische Überzeugung,  Lebensfreude, Liebe und Leid mit lyrischer Begabung besonders von John Lennon und Paul McCartney verschmelzen liessen, wodurch ihre Texte zum großen Teil gerade heute, im Zeitalter der Globalisierung, nichts an Aktualität verloren haben.
Bei aller Vielseitigkeit, aller Experimentierlust verloren die Beatles jedoch nie ihre Identität und ihre Nähe zum Publikum.
Diese wurden vielmehr zu ihrem Aushängeschild, und hieraus rührt letztendlich die große Bedeutung, die sie für die Musik des letzten Jahrhunderts bis zum heutigen Tag haben.

Zusätzlich als Bonus haben wir noch eine TOK TOK TOK-Version von Michael Jacksons "Workin' Day And Night", die wir bereits 2005 aufnahmen aber nicht veröffentlichten, aufs Album genommen.
Einer der Gründe dafür liegt natürlich in Michael Jacksons überraschendem Tod  (25. Juni 2009), der vielleicht ähnlich schockierende Wirkung hatte, wie seinerzeit die Ermordung John Lennons am 8. Dezember 1980.
Aber auch seine Zusammenarbeit mit Paul McCartney  (z.B. "The Girl Is Mine") und die Tatsache, dass er über viele Jahre Rechte an den Beatles-Kompositionen inne hatte, waren für uns Anlass, diesen Song vom Album "Off The Wall" unseren Beatles-Versionen hinzu zufügen.


Morten: "Ich mochte immer Pauls  Stimme, besonders bei den "kleinen Liedern", wie "I Will", "Blackbird" oder unerreicht "Yesterday".

Tokunbo: "Ich war schon immer eher der "John Lennon Typ" und spätestens mit "Julia" war es dann um mich geschehen".

 

Tokunbo Akinro - Vocals
Morten Klein - Tenor & Soprano Sax, Drums, Mouth Drums
Christian Flohr - Acoustic Bass
Ritchie Staringer - Fender Rhodes on 2, 4, 6, 11, 12, 13, 15
Jens Gebel - Fender Rhodes on 1, 5, 8, 9, 14, 16


Zu den Stücken

01 Come Together: Für unsere Version als Opener des Albums haben wir uns von Peter Fox inspirieren lassen und Afro-Reggae-Anteile in die Groove einfliessen lassen.
"Come Together", der Song, den John Lennon einst als Auftrag innerhalb einer politischen Kampagne schrieb, beschreibt die wohl schwierigste Aufgabe der Menschheit, die heute so aktuell und unvollbracht ist wie seinerzeit, nämlich zusammen zu rücken.
Der perfekte Opener für unser buntes Album "Revolution 69".

02 We Can Work It Out: "We Can Work It Out" ist im Grunde die Mama von "Yes We Can", woran man einmal mehr die Zeitlosigkeit beatlescher Texte erkennen kann.
Auch wenn von Paul McCartney auf die Beziehung zu seiner damaligen Verlobten gemünzt, ist dieser Song ein universeller Mutmacher. Den mussten wir einfach spielen.

03 Blackbird: Man sagt McCartney nach, dass er den  Song den Afro-Amerikanern in ihrem Kampf gegen den Rassismus gewidmet habe. Paul McCartney selbst bezeichnete den Song als Eingebung und als Beispiel seiner liebsten Art Songs zu schreiben, spontan, intuitiv und aus dem Unterbewussten heraus. Genau solch einer Eingebung folgend, entstand unsere aufs Rudimentärste reduzierte Version mit viel meditativer Kraft.

04 Taxman: George Harrisons  Song "Taxman" rebelliert gegen den hohen Steuersatz, dem sich die Beatles mit wachsendem Erfolg ausgesetzt sahen. Diesem Thema begegnet man wohl am besten mit Gelassenheit und einer lässig-groovigen "Chillversion" von TOK TOK TOK.

05 Get Back: Ursprünglich als politischer Song gedacht, wurde "Get Back" bald zur Satire und später oft rassistisch missinterpretiert. In Wahrheit machten sich die Beatles in diesem Song ironisch für Minderheiten stark. Aus einem der zweifelsohne beliebtesten Rock-Songs der Beatles ist bei uns eine verspielte tanzbare Reggae-Version geworden.

06 Dear Prudence: Eines der schönsten Stücke der Beatles schrieb John Lennon für die Schwester der Schauspielerin Mia Farrow, die es mit dem Meditieren wohl etwas zu genau nahm.
Unsere Version ist sehr intim und voll süßer Melancholie.

07 I Will: Paul McCartney widmete "I Will" seiner späteren Ehefrau Linda.
Um die  kindliche Leichtigkeit des Songs zu bewahren, spielen wir ihn beinahe unverändert in purer Triobesetzung mit Kontrabass, Schlagzeug und Gesang.

08 Lady Madonna: Aus der Elvis inspirierten Version Paul McCartneys haben wir einen akustischen Nu-Soul Song  gemacht, langsam pulsierend und glühend-schwer.
In den 60er Jahren aufs Muttersein reduziert, ist Lady Madonna heute als Ode an alle Eltern zu verstehen.

09 Being For The Benefit Of Mr. Kite: "Being For The Benefit Of Mr. Kite", welches durch ein antikes Zirkus-Poster inspiriert wurde, das John Lennon in die Hände fiel, haben wir aus der surrealen Jahrmarktathmosphere mit unserer laid-back Shuffle Version in einen erdig-abgehangenen und schweren Blueskontext gestellt, ähnlich wie zuletzt auch Joss Stone mit Dave Sanborn auf "Colour me free".

10 She's Leaving Home: Die Unfähigkeit vieler Mütter im Besonderen ihre Töchter beim Abnabeln mit Freude und Stolz zu begleiten und sie in dieser schweren Zeit verständnisvoll zu unterstützen, war in den 60er Jahren noch viel verbreiteter als heute.
Wir haben uns auf spartanisch-sperrige Weise der Einsamkeit dieser verlorenen Jugendlichen, denen ihr Flüggesein zum Vorwurf gemacht wird, genähert.

11 Help!: "Help!" bezeichnete John Lennon als seine beste Komposition und seinen liebsten Beatles-Song, und war sehr  unglücklich darüber, dass am Ende aus kommerziellen Gründen ein schneller, leichter Pop-Song daraus wurde. Vielleicht hätte ihm ja unsere langsamere und schwere, rockigere Interpretation besser gefallen?!

12 Run For Your Life: Dieser Song gilt als der Vorläufer von John Lennons späterem "Jealous Guy". Von jeher einer von Tokunbo's Lieblingssongs, haben wir in unserer Sixties-Soul-Version mit den vampirisch anmutenden Chören ("see you dead") die blutrünstige Eifersucht des Betrogenen in den Mittelpunkt gestellt.

13 Why Don't We Do It In The Road?: In "Why Don't We Do It In The Road" ist die zunehmende Anonymität ins Besondere in den  Grossstädten das Thema, wo Morde auf offener Strasse geschehen können, ohne das es jemanden kümmert.
Warum dann nicht auch Sex haben, wenn's doch keinen kümmert?

14 Revolution1: Die Sehnsucht einer ganzen Generation nach Veränderung der Gesellschaft mit ihren rigiden Strukturen und ihrem konservativem Denken spiegeln die Beatles in "Revolution1" wider. Diese Sehnsucht ist heute in Zeiten der Globalisierung und des Klimawandels aktueller denn je.

15 I'll Follow The Sun: Dieser  Liebes-Song aus den ersten Jahren der Beatles zeigt wie kaum ein anderer den Unterschied im textlichen Ausdruck der beiden Songwriter Lennon / McCartney. Von Buddy Holly beeinflusst, schrieb Paul McCartney "I'll Follow The Sun" als leichtfüßigen Abschied aus einer Liebesbeziehung, ganz anders als in John Lennons "Run For Your Life". Wir haben uns recht nah ans Original gehalten, denn wir empfanden den leichten Countryeinschlag dieses Songs als angenehmen Ausklang unserer kleinen Beatles-Reise.

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16 Workin' Day And Night: Unser Bonus-Track, diese Aufnahme des "Off The Wall"-Klassikers von Michael Jackson aus unserer Schatztruhe ist ein Bon Bon für all unsere Fans, da es der einzige Song auf dem Album ist, der Mortens einzigartige Mouth Drums featured. Mit diesem Tribute möchten wir uns beim King of Pop bedanken.

Tracklisting Album

 1  Come Together (2:35)
 2  We Can Work It Out (3:03)
 3  The Fool On The Hill / Blackbird (2:16)
 4  Taxman (2:56)
 5  Get Back (1:56)
 6  Dear Prudence (4:20)
 7  I Will (1:41)
 8  Lady Madonna (2:54)
 9  Being For The Benefit Of Mr. Kite! (3:02)
10  She's Leaving Home (2:26)
11  Help! (4:17)
12  Run For Your Life (3:40)
13  Why Don't We Do It In The Road? (3:07)
14  Revolution 1 (3:17)
15  I'll Follow The Sun (2:33)

Bonus Track
           16  Workin' Day and Night (4:59)

     
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