TOK TOK TOK
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Tokunbo ist als Tochter einer Deutschen und eines Nigerianers in Deutschland geboren, in Nigeria aufgewachsen und mit 10 Jahren wieder nach Deutschland gekommen. Dazu erzählt sie: „Da ich in den Ferien immer in Deutschland meine Verwandten besucht habe, war Deutschland für mich auch ganz klar meine Heimat neben Nigeria. Als ich jedoch mit 10 wieder herkam, wurde ich mit viel Rassismus konfrontiert, was für mich ein totaler Schock war, und womit ich jahrelang nicht gut umgehen konnte. Heute weiß ich, dass diese Diskriminierung zu meinem Leben dazu gehört, und kann immer besser und schlagfertiger mit Angriffen umgehen. Diese Problematik ist übrigens auch Thema eines unserer neuen Songs auf "about...". Als Musiker hat man die Möglichkeit, eine Gruppe von Menschen zu erreichen, und mit seiner Musik etwas aus zu sagen, was uns in diesem Kontext wichtig war.

 

Morten Klein hat ebenfalls verzweigte Wurzeln: „Meine Mutter ist Dänin und mein Vater ist Berliner. Zu Hause wurde bei uns nur dänisch gesprochen. Ihre dänischen Wurzeln waren für meine Mutter immer sehr wichtig, so daß ich deutsch erst als Zweitsprache im Spiel mit Sandkastenfreunden lernte. Mit Rassismus wurde ich in einer ganz anderen Art und Weise konfrontiert, als Tokunbo. Die Kinder- und Jugendjahre meines Vaters, der im Krieg war, und die Erlebnisse meiner Mutter als Kind aus dänischer Sicht, waren fester Bestandteil meiner Kindheit. Ich habe damals die tiefen Schuldgefühle meines Vaters assimiliert, und es hat mich viel Kraft gekostet im Laufe der Jahre, auch im Gespräch mit ihm, meine ganz eigene Position zu diesem Thema zu finden. Ich selbst habe nie unter Rassendiskriminierung leiden müssen.“

 

Ihre musikalischen Anfänge waren, obwohl tausende Kilometer zwischen ihnen lagen, recht ähnlich: „In meiner Kindheit in Nigeria war Musik ein natürlicher Bestandteil des Alltags, und spielte auch auf jeder Festivität eine sehr große Rolle. Mein Vater spielte Gitarre, und hatte ein Duo mit einer Sängerin. Ihre Stimme löste in mir eine starke Sehnsucht aus. Seitdem wollte ich singen. Mein Großvater mütterlicherseits war Musiklehrer und spielte immer Klavier, wenn ich zu Besuch kam. Mein Onkel ist Tonmeister und hat als Jugendlicher selbst eine Orgel gebaut, er war es auch, der mich ermutigte, Musik zu studieren. Ich habe auf einem musisch geprägten Gymnasium mein Abitur gemacht, und meine Lehrer haben mein Talent früh erkannt, und mich sehr gefördert. Entscheidend für meinen Werdegang war jedoch mein Austauschjahr während der Schulzeit in den USA. Die typisch amerikanische "verwirkliche-deinen-Traum"-Attitüde meiner Umgebung gab mir den Anstoß, mir Bands zu suchen, öffentlich aufzutreten, und mich schließlich für diesen Beruf zu entscheiden.  

 

In meiner Kindheit hörte ich viel Motown Soul Musik, was meinen Musikgeschmack sehr geprägt hat. In meiner Jugend fing ich an, Gitarre zu spielen, und begleitete mich selbst, später entdeckte ich dann den Jazz. Während des Studiums war Billie Holiday mein großes Vorbild, so ein intensives Gefühl wollte ich auch mit meiner Musik vermitteln.“

 

Auch in Mortens Kindheit spielte Musik eine große Rolle: „ Ich bin zunächst klassisch geprägt worden: Meine acht Jahre ältere Schwester studierte Klavier, und mein fünf Jahre älterer Bruder ist Cellist in der Hamburger Oper. Dem entsprechend wurde mir beim Lego- und Memoryspielen ein klassisches Klavier- und Cellorepertoire eingeimpft

(meine Schwester hatte das Zimmer neben mir). Das war nicht immer leicht. Ich selbst begann mit 6 Jahren mit Klavierspielen, obwohl ich damals viel lieber Trompete gespielt hätte. Mit 11 Jahren wechselte ich endlich auf Klarinette. Das Saxophon entdeckte ich, als mein großer Bruder einmal mit einer Crusaders-Platte nach Hause kam. Wilton Felder entfachte bei mir dann mit 13 die Begeisterung für Soul, Jazz und Blues. Später begann ich noch Schlagzeug zu spielen, was mir heute bei den Mouthdrums zu gute kommt.

 

Nachdem die beiden Bandleader von tok tok tok mit den unterschiedlichsten Projekten zu tun hatten, gründeten die Sängerin Tokunbo Akinro und der Saxophonist Morten Klein 1998 die Band als reines Trio mit Frank Fiedler am Kontrabass. Ihre musikalische Seelenverwandtschaft äuß­ert sich in der ge­mein­sam­en Suche nach melo­di­scher Schön­­heit in Ver­bin­­dung mit Groove und Soul. War ihre erste CD "this can't be love" 1998 noch von Jazz-Standards ge­prägt, so beschritten sie bereits mit ihrer zweiten CD "50 ways to leave your lover" 1999 und deren ebenso erfolgreichen Nach­folger "love again" 2000 andere Wege, die sie an ei­n­igen der wohl besten und langlebigsten Songs der Rock- und Popge­schichte vorbei führte. Die Musik wurde grooviger und gleichzeitig auch melancholisch-träumerischer. Mit "ruby soul" aus dem Jahre 2002 betraten sie wieder Neuland, denn sämtliche Stücke kamen diesmal aus eigener Feder. Die Musik ist von Morten Klein und sämtliche Texte von Tokunbo Akinro. Den Aufnahmen hört man die Liebe zur Soulmusik der 60er Jahre eindeutig an. Das fünfte Album der Formation „it took so long“ ging sofort in die Top Ten der Jazzcharts des Musikmarkts. Der Sound wurde verstärkt um Bass und Fender Rhodes, was sich eindeutig bewährt hat. Denn auf ihrem aktuellen Album „about...“ gibt es neben dem charakteristischen Kontrabass-Sound von tok tok tok, einige heiße Klangexperimente mit quirligen Sopransax-Rhodes Mischungen zu hören.

     
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