Randy Brecker w/ Michael Brecker & WDR Big Band
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RANDY BRECKER w/ MICHAEL BRECKER Jim Beard Will Lee Peter Erskine Marcio Doctor + The WDR Big Band Köln conducted by Vince Mendoza SOME SKUNK FUNK BHM 1004-2 (Hybrid-SACD) | Vertrieb: ZYX | VÖ: 18.11.2005 Randy Brecker_trumpet, Michael Brecker_tenor sax, Jim Beard_piano & synthesizer, Will Lee_electric bass, Peter Erskine_drums, Marcio Doctor_percussion, WDR Big Band Cologne conducted by Vince Mendoza Heiner Wiberny_as, Harald Rosenstein_as, Olivier Peters_ts & ss, Rolf Römer_ts, Jens Neufang_bs, Andy Haderer_tp, Rob Bruynen_t, Klaus Osterloh_tp, Rick Kiefer_tp, John Marshall_ tp, Dave Horler_tb, Ludwig Nuss_tb, Bernt Laukamp_tb, Mattis Cederberg_b-tb, Paul Shigihara_g Anlässlich der Jazztage 2003, fand in Leverkusen ein einmaliges Kon-zert statt. Der Trompeter Randy Brecker trat zusammen mit seinem Bruder Michael Brecker und den Gästen Jim Beard (keys), Will Lee (bass), Peter Erskine (drums), Marcio Doctor (perc) und der WDR Big Band unter der Leitung von Vince Mendoza auf. Hierbei wurde die kompositorische Leistung von Randy Brecker ausgiebig gewürdigt. Zu Gehör kamen dabei die „Hits“ aus den Brecker Brothers Jahren wie „Some Skunk Funk“, „Sponge“ und Kompositionen von Michael Brecker aus dieser Zeit wie „Strap Hanging“ und „Song For Barry“ wie auch neuere Kompositionen des Trompetenvirtuosen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren spielten die Brecker Brothers wieder zusammen, und – ein einmaliger Event – in einer großen Formation, zusammen mit der WDR Big Band. Bei dem Konzert in Leverkusen präsentierte sich Randy Brecker in ausgezeichneter Form. Eingeweihte konnten sehen, dass er – im positiven Sinne – aufgeregt wirkte, das konnte man bereits aus den ersten Tönen heraushören. Randy Brecker selbst über das Konzert: „Es war ein unvergesslicher Abend und es ist wirklich ein Vergnügen, die Musik ein Jahr später zu hören! Tatsächlich habe ich die Musik seit dem Konzert nicht mehr gehört, aber ich kann mich gut daran erinnern, wie sehr es uns allen Spaß gemacht hat! Das Meiste an diesem Abend klappte sehr gut.“ Dabei galt es erst einmal ein gewisses Lampenfieber wettzumachen: „Oh ja, ich denke, wir waren alle nervös! Es waren so viele Leute da und wir mussten so viel Musik lernen! Wir hatten zwar drei, vier Tage geprobt, aber es war alles sehr schwierige, komplexe Musik. Und bei einer Live-Aufnahme hast du nur einen take, wir hatten nur dieses eine Konzert, also hieß es ‚macht es oder lasst es!’ Die Idee, das ganze live aufzunehmen stammte vom Produzenten Joachim Becker (Labelmanager BHM) und vom Manager der WDR Big Band, Lukas Schmidt. Sie versuchten schon seit geraumer Zeit dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Ich hatte seit einigen Jahren nicht mehr mit der Big Band gespielt, auch mit meinem Bruder schon länger nicht mehr – so war der Abend obendrein noch eine Wiedervereinigung! Und es war schön, den Bassisten Will Lee wieder zu sehen, den Schlagzeuger Peter Erskine, den ich nicht mehr so häufig sehe, da er und ich immer unterwegs sind, und den Keyboarder Jim Beard.“ Und Will Lee kommt nur selten raus aus New York: „Will verlässt New York in der Regel nicht, weil er einen festen Job in der Band der David Letterman Show hat. Aber er wollte mit dabei sein. Zwei Wochen, bevor wir nach Deutschland flogen, traf ich ihn auf der Strasse und er sagte, ‚wenn ich bei deinem Konzert mitspiele, verliere ich sehr viel Geld! Aber ich will unbedingt mit!’ Randy Brecker hatte Anfangs leichte Zweifel, ob sich seine Musik einfach in ein Big-Band-Format übertragen lässt. Doch haben seine Kompositionen stets einen gewissen „architektonischen“ Aufbau – das hat es leichter gemacht. Randy Brecker zu diesem Sachverhalt: „Ich ging Anfangs schon mit leichten Vorbehalten an die Sache heran. Natürlich wusste ich: Wenn es jemanden gibt, der meine Kompositionen gut klingen lassen kann, dann ist es Vince Mendoza, mein Lieblingsarrangeur. Aber er ist ein solcher Meister und ein großartiger Komponist, dass ich mir komisch vorkam, ihm Stücke von mir zur Bearbeitung zu geben. Ich dachte, dass würde nicht passen und ihm nicht gerecht werden. Ich hatte keine Zweifel an der WDR Big Band oder an Vince, ich hoffte nur, dass meine Stücke gut genug für diesen besonderen Anlass seien. Aber Mendoza machte es möglich. Und ich habe seine Arbeit gar nicht genug wertgeschätzt, denn ich war an diesem Abend auch ein wenig aufgeregt, und wenn du spielst und dich auf deinen Part konzentrierst, bekommst du längst nicht alles mit.“ Doch als Randy Brecker dieses Jahr beim Mischen der Aufnahmen (in den Bonner Hansa-Haus-Studios) alles zum ersten Mal wieder hört ist er mehr als angetan: „Erst in den letzten drei, vier Tagen habe ich das Ganze in seiner Gesamtheit das erste Mal gehört – und wirklich genossen!“ Das Unglaubliche ist auch, das es zwischen den Brecker Brothers und Vince Mendoza im Vorfeld keinerlei Form von Zusammenarbeit gab. Randy schickte Vince ein paar seiner Liveaufnahmen und Vince Mendoza machte sich an die Arbeit: „Er hatte alle Freiheiten. Ich schickte Vince einige Live-Versionen der Stücke und wir sprachen dann darüber, welche für ihn in Frage kommen würden. Er suchte sich einige aus den über zehn Kompositionen aus, von denen er glaubte, dass sie zusammen ein gutes Programm ergeben, dann ließ ich ihn machen, was immer er auch vorhatte. Ich wollte die Stücke aus seiner Perspektive hören, denn die meisten Titel habe ich so oft gespielt und höre sie immer so, wie ich sie spiele. Vince fand in den Stücken einiges, auf dem er seine Arrangements aufbauen konnte, und das veränderte die Form, aber auch meine Auffassung in vielerlei Hinsicht. Die WDR Big Band spielte an diesem wunderbaren Abend in Leverkusen unglaublich gut. Brecker zu der Frage was die Big Band so einzigartig macht: „Also, was die WDR Big Band so besonders macht, ist vor allem die Tatsache, dass die Musiker so häufig miteinander spielen. Deswegen klingt sie wie eine Band, sie hat ihren eigenen Sound und die Musiker zeigen dafür, dass sie jeden Tag zusammen kommen, einen erstaunlichen Enthusiasmus. Es gibt sehr wenige Bands wie diese, in der sich alle untereinander gut kennen und du dich auch mit den kleinen Nuancen in der Musik befassen kannst. Weil sie jeden Tag spielen, muss über vieles nicht mehr geredet werden – wie spiele ich diese Note, wie jene, welche braucht Vibrato, welche nicht – diese Big Band erinnert an alle Gruppen, die viel spielen, und das ist immer ein Plus! Auch wenn Brecker volles Vertrauen in Vince Mendoza und in die WDR Big Band hatte – so gab es Anfangs ein wenig die Sorge, dass die ohnehin sehr dichten Stücke, in einen Big-Band-Kontext übertragen, zu dicht werden? Randy äußert sich hier wie folgt: „Daran hatte ich gedacht, aber Vince hat das Problem gelöst. Es gibt Stellen, in denen ist die Dichte sehr groß, aber es ist erstaunlich, wie er immer wieder auch Raum offen lässt. Gottes Gnade war an diesem Abend mit uns! Da passierten viele Dinge, die ich seit dem Abend nicht mehr gehört habe – und ich bin positiv geschockt über das, was auf den Bändern und dem Video zu hören und zu sehen ist! Es ist einfach großartig, ich war begeistert. So ging es nicht nur Randy und Michael Brecker, auch das Publikum an diesem Abend war es. Die Brüder waren sehr überrascht über die überaus positiven Reaktionen. Warum? Hatten Sie geglaubt, dass kaum noch jemand an so einer hochenergetischen Fusion-Musik interessiert ist? Dazu Randy: „Also, es ist so, hierzulande (in Europa) genießen die Leute Musik einfach mehr! In den Staaten hätten wir, selbst wenn wir den Abend als einen der „Brecker Brothers“ angekündigt hätten, Probleme gehabt, so viele Menschen für ein Konzert zu mobilisieren, dessen Musik keine Kompromisse eingeht. Normalerweise musst du in den USA Musik spielen, die sich an einem deutlich kleineren gemeinsamen Nenner orientiert. Umso erfreulicher war es, zu sehen wie viele – gerade auch junge – Leute kommen. Aber das ist eben Europa, ich denke hier gibt es einfach größeren Respekt und Liebe für den Jazz und anderes, was nichts mit Hiphop zu tun hat – und der ist Amerika allgegenwärtig! Die nun vorliegende Aufnahme wurde mit gewaltigen Aufwand aufgenommen, gemischt und gemastert. Wir denken, dass sich das Ergebnis hören lassen kann. Die Hybrid-SACD ist in Stereo abspielbar auf jedem CD Player. Für den ultimativen 5.1 Surround-Sound ist ein SACD-kompatibeler Player notwendig. Biographisches: Randy Brecker Der mit allen Wassern gewaschene Jazz-Veteran, Trompetenvirtuose und unermüdliche Kom-po-nist Randy Brecker hat schon so manche Bühne, Band und Aufnahmesession geziert: er spielte mit Horace Silver, Art Blakeys Jazz Messengers, Charles Mingus, Clark Terry, Joe Henderson, Duke Pearson, Frank Foster und mit dem Thad Jones/Mel Lewis Orchestra. Als be-liebter und gefragter Studiomusiker hat Breckers Trompete Schwung in unzählige Auf-nahme-sessions gebracht und so unterschiedliche Künstler wie James Taylor, Bruce Spring-steen, Parliament Funkadelic, David Sanborn, Jaco Pastorius und Frank Zappa mit seinem Spiel un-ter-stützt. Auf dem Gebiet des cutting edge Jazzrock Anfang der Siebziger war Brecker maß-geb-lich an den Entwicklungen von Blood, Sweat & Tears, Larry Coryells Eleventh House Band und natürlich bei Dreams beteiligt, letztere eine Formation, die er gemeinsam mit seinem Bru-der Michael und dem Drummer Billy Cobham ins Leben rief. 1998 gewann Randy erneut den Grammy für seine stark auf brasilianische Einflüsse zurückgehende Scheibe Into the Sun (Concord Records). Randy Brecker wurde am 29. November 1945 in Philadelphia geboren. Sein Vater war Pianist und schon früh verbrachte Randy seine Sommerferien in diversen Big Bands, die während des Som-m-ers durch die Lande zogen. So sammelte er die ersten Erfahrungen in größeren Ensem-bles. Während seiner Teenager-Zeit tingelte er mit R&B- und Funknummern durch die Bars und Clubs der näheren Umgebung. Doch schon zu dieser Zeit prägte er gleichzeitig eine große Vorliebe für Hard Bop aus. „Am liebsten hörte ich Sonny Rollins, Lee Morgan, die Quintett-Formationen von Miles, Art Blakey und die Clifford Brown/Max Roach Group“, erzählt er. Nach der Highschool studierte Randy an der Indiana University. 1966 zog er nach New York und wurde sofort von Clark Terrys Big Band angeheuert. Zur selben Zeit wagte er seine ersten Schritte im Jazzrock als Gründungsmitglied von Blood, Sweat & Tears (BS&T), mit denen er über ein Jahr zusammenarbeitete und das als höchst innovativ gepriesene Debut-album von 1968 Father to the Man einspielte. Danach verließ Brecker BS&T, um bei Horace Silvers Quintet zu spielen. „Bei BS&T war alles sehr durch-strukturiert und geplant. Ich brauchte mehr Freiheit und wollte Jazz spielen.“ Eben-falls 1968 nahm Brecker auch seine erste Platte als Bandleader auf, das Album hieß Score und darauf ist auch sein damals 19-jähriger Bruder Michael am Tenorsaxophon zu bewundern. Nach Horace Silver schloß sich Randy eine Zeit-lang den Jazz Messengers von Art Blakey an, bevor er schließlich gemein-sam mit seinem Bruder die für den Fusion Jazz bahnbrechende Band Dreams gründete, an der auch Barry Rogers, Billy Cobham und John Abercrombie beteiligt waren. Dreams nahmen zwei hoch-gepriesene Alben auf (Columbia Records), lösten sich aber bereits 1972 wieder auf. Ende der Siebziger war Randy bei den Aufnahmen zu Charles Mingus' letztem Album Me Myself and Eye dabei. Auch später blieb er Mingus ein treuer Gefährte und spielte in all seinen Inkarnationen von Mingus Dynasty bis zur Mingus Big Band immer wieder mit. Nachdem sich die Brecker Brothers 1982 auflösten, wurde Randy eine Weile zu einer der Schlüss-el-figuren der Jaco Pastorius Word of Mouth Big Band, mit denen er ausgedehnte Tour-neen unternahm und an zahlreichen Auf-nahme-sessions beteiligt war. Kurz danach lern-te er die Jazzpianistin Eliane Elias kennen, die er später heiratete. Eliane und er grün-deten ihre eigene Band, machten Tourneen rund um die Welt und spielten ein gemeinsames Album, Amanda (Passport Records), ein. 1986 nahm Randy sein erstes akustisches Album mit dem Titel In the Idiom (Denon Records) auf, für das er auch als Produzent und Arrangeur zeichnet, unterstützt von den Musikern Al Foster, Ron Carter, Dave Kikoski und Joe Henderson. Auf Sonet Records brachte Randy 1988 das Live-Album Live at Sweet Basil (dem legen-dären New Yorker Jazzclub) heraus, auf dem u.a. auch Bob Berg, Joey Baron und Dieter Ilg zu hören sind. Ende der achtziger Jahre tourte Brecker mit seiner eigenen Formation, aber auch als Musiker in der Jazz Explosion von Stanley Clarke wiederholt durch die Staaten und Europa. 1989 spielte er zusammen mit Eric Clapton eine Woche lang vor ausverkauftem Haus in der Lon-doner Royal Albert Hall. 1990 ging Randy mit Mingus Dynasty auf Tournee und brachte auf MCA/Impulse sein drittes Album als Leader, Toe to Toe, heraus. Das 1996-er Solo-Album von Randy ist von den Musiken Brasiliens inspiriert, die Randy seit seines ersten Besuchs in diesem Land 1979 fasziniert haben, und die nun auf Into the Sun mit einer Prise Latin, Weltmusik Einflüssen, Funk und Jazz ihre Breckersche Inter-pretation finden. Randy gewann damit 1998 seinen ersten Solo-Grammy als "bester zeit-genössischer Jazz-Performer". Ein Livekonzert dieses Al-bums wurde 1997 von der japanischen Fernsehanstalt NHK aufgezeichnet und ausgestrahlt. Randy beschloß das Jahr '97 mit einer Amerika-Tournee mit der Mingus Big Band sowie einer Europa-Tour mit der Carnegie Hall Big Band. Gleich danach spielte er als Special Guest zusammen mit Billy Cobham 1998 in Großbritannien, und während der letzten beiden Jahre hielt er sich mit Vorliebe in der Nähe des Trumpet Summit (feat. Jon Faddis, Lou Soloff, Terrell Stafford), der Jazz Times Superband (feat. Keyboarder Joey DeFrancesco, Drummer Dennis Chambers und Tenorsaxophonist Bob Berg) auf, mit denen er Studio-auf-nahmen und Konzerte spielte. Auch The Vanguard Orchestra und eine ganz besondere Variante der wiedervereinigten Larry Coryell and the 11th House stehen auf seinen regel-mäßigen Programmpunkten. Im Herbst 2001 stellte Randy Brecker mit seiner eigenen Band seine neue Produk-tion Hangin’ In The City live vor. Zwei Jahre später erschien mit 34th n’ Lex ein Album, welches erneut den Grammy gewann. Michael Brecker Der Tenor-Saxophonist und Komponist ist elfmaliger Grammy-Gewinner und der einzige Künstler dem es gelang zwei Jahre den Grammy sowohl in der Kategorie „Best Jazz Instrumental Performance“ als auch in der Sparte „Best Jazz Instrumental Solo“ einzu-heimsen. Augrund seiner bahnbrechenden stilistischen und harmonischen Innovationen ist Michael heute der wohl meiststudierte Instru-men-talist an den Musikhochschulen in der ganzen Welt. Geboren wurde er am 29. März 1949. Wie sein älterer Bruder Randy war auch Michael Brecker durch den Vater früh zur Musik gekommen. Während Randy die Trompete wählte, begann Michael mit Klarinette und Alt-Saxophon. Beide Brüder sahen und hörten auch recht früh schon Miles Davis, Thelonious Monk und Duke Ellington. Der Entschluss, Musiker zu werden, war nach Breckers eigenen Angaben aber der Musik John Coltranes zu verdanken. Nach der High School begann Brecker so, seine Ambitionen aktiv umzusetzen und wechselte zum Tenorsaxophon. 1966 folgte Brecker seinem Bruder Randy an die University of Indiana. 1968 fand er sich dann in New York City und spielte für die Jazzrock-Band Dream, dann (ab 1973) als front line des Horace Silver's Quintetts. Mitte der 70er spielte Brecker mit unter anderem mit Chet Baker, George Benson, Dave Brubeck, Don Cherry, Chick Corea, Herbie Hancock, Freddie Hubbard, Quincy Jones, Pat Metheny, Charles Mingus, Jaco Pastorius, Horace Silver, Tony Williams und auch John Lennon und Frank Sinatra, Bruce Springsteen, Frank Zappa, Steely Dan und Joni Mitchell. Sein Solo-Debut begann Brecker 1987 mit einer schlicht Michael Brecker benannten Platte, auf der auch Pat Metheny, Jack DeJohnette und Charlie Haden zu hören sind und die von den Lesern der Jazz-Zeitschrift Down Beat zum Album des Jahres gewählt wurde. Mit seinem zweiten Solo-Album Don't Try This At Home gewann er seinen ersten Grammy. 1990 folgte Now You See It... Now You Don't, dessen Titelstück eine raffinierte musikalische "Adaption" der Malerei von M.C. Escher darstellt, in dem ein Rhythmus ohne sichtbare "Nahtstelle" in einen anderen übergeht. Es folgten eineinhalb Jahre Tournee mit Paul Simon. 1992 wurden die Brecker Brothers wiederbelebt, die 1994 Out of the Loop herausbrachten. 1995 und 1996 kam es zu einer Zusammenarbeit mit Herbie Hancock, 1997 spielte Brecker dann auf den Tales From the Hudson wieder mit Pat Metheny, Dave Holland und Jack DeJohnette. 1998 wurde Two Blocks From the Edge dann mit der Tournee-Band eingespielt. Auf Time Is of the Essence, programmatisch den drei Schlagzeugern Elvin Jones, Jeff „Tain Watts und Bill Stewart gewidmet, fand sich dann neben Pat Metheny erstmals Elvin Jones und die Hammond B-3 Orgel von Larry Goldings'. In den folgenden Jahren folgten Grammys für Directions In Music, und Wide Angels, viele weitere Auszeichnungen und etliche Tourneen. Das neue Jahrtausend meint es aber nur bedingt gut mit ihm. Brecker erkrankt am Myelodysplastischen Syndrom (MDS) und suchte dringend nach einem Stammzellenspender. Die Zeit war knapp, er hatte mittlerweile die zweite Chemotherapie hinter sich und war schwer erkrankt, da bei MDS nach und nach das Immunsystem zusammenbricht. Am 13. Januar 2007 verstirbt Michael Brecker an Leukämie in Folge der MDS-Erkrankung. Mehr Infos unter: www.michaelbrecker.com Michael Brecker hat in seiner langen Karriere Meilensteine in der Geschichte der Musik gesetzt und wird mit ihr immer verbunden bleiben. Die Brecker Brothers 1973 stand Randy Brecker zum wiederholten Mal beim Horace Silvers Quintet in der ersten Reihe, diesmal gemeinsam mit seinem Bruder Michael. Schon damals gehörten die beiden Bläser zu den gefragt-esten Studio-mu-sikern. 1974 schlossen sie sich Billy Cobhams Band an und 1975 waren sie so weit, ihre eigene Jazzband zu gründen. Als Brecker Brothers Band feierten sie einen Erfolg nach dem anderen und übten großen Einfluß auf die damaligen Richt-ungen und Entwick-lungen im Jazz aus. Von Pop- und Jazz-Kritikern zugleich bejubelt, wurde ihr erstes, von Randy produziertes Album gleich für vier Grammys nominiert. Insgesamt lieferten sie sechs großartige Alben ab und sahnten damit zwischen 1975 und 1981 sieben Grammy-Nomi-nier-ungen ab. 1992, genau zehn Jahre nach der Auflösung der Brecker Brothers Band, tat er sich erneut mit seinem Bruder Michael zusammen, um während einer Welttournee Triumphe zu feiern und für ihr neu eingespieltes Album The Return of the Brecker Brothers (auf GRP) gleich mal wieder drei Grammy-Nominierungen zu erreichen. Im Herbst 1994 brachten die Brecker Brothers das mit zwei Grammys ausgezeichnete Album Out of the Loop heraus, gefolgt von einer großen Tournee durch die Staaten und Eu-ro-pa. Zusammen mit seinem Bruder feierte er danach Erfolge als The Brecker Brothers Band. Im Sommer 2001 begaben sich Randy und sein Bruder Michael wieder einmal gemeinsam auf Europa-Tournee, um als akustische Version der Brecker Brothers ihr Können zum Besten zu geben. Mit dabei sein waren der Bassist Peter Washington und der Schlag-zeuger Idris Muhammad. Während dieser Tournee wurden Songs aus Hangin`In The City ge-spielt. Nun erscheint im Winter 2005 die herausragende Live-Aufnahme Some Skunk Funk auf BHM.
     
18.November.2005
Randy Brecker w/ Michael Brecker & WDR Big Band
SOME SKUNK FUNK
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